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Sich
an die Vergangenheit zu erinnern, gibt Kraft für die
Gegenwart.
Fae
Myenne Ng
Zwischen
Tradition und Aufbruch -
Frauen-Geschichte der Hunsrückregion
Viele Frauen haben durch ihr Leben und Wirken ihre Zeit und
ihre Region geprägt. Dennoch erfahren wir in den Geschichtsbüchern
nur wenig über sie. „Die Geschichte ist als „his-story“,
als Männergeschichte, geschrieben worden, in der die
Männer - gleich, ob als Adlige oder als Bettler hervortreten,
während ihre Mütter, Schwestern, Ehefrauen, Töchter,
Mätressen, obwohl in den Quellen durchaus präsent,
keinen historischen Auftritt haben.“
Quelle: „Er ist die Sonn, sie ist
der Mond“, Wunder, Heide. C.H. Beck
Frauen hatten zu allen Zeiten
maßgeblichen Anteil am menschlichen Zusammenleben und
seiner Geschichte – so auch im Hunsrück, einer
der ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, deren Besiedelung
seit den Anfängen der Zivilisationsgeschichte der Menschheit
durch Funde nachgewiesen ist. In der La-Thène- Zeit
( 5.-1. Jh.v. Chr.) gehörte der Hunsrück zum Stammesgebiet
der Treverer, einem keltischen Stamm, deren Frauen Respekt
und Rechte genossen, die ihnen mit dem Untergang der Kelten
abhanden kam. Mehr als 2 Jahrtausende brauchte es, um unter
grundlegend veränderten Bedingungen neu an diesen Stand
anknüpfen zu können. Ein langer Zeitraum, in dem
viele Frauen hier lebten, liebten, arbeiteten und Botschaften
hinterließen, die es zu entschlüsseln gilt.
Das Frauenforum Rhein Hunsrück machte sich auf die Spur
der Frauen in dieser Region und ging vielen Fragen nach:
Was war der Beitrag der Frauen
zur Kultur, zum Leben und Überleben im Hunsrück?
Wofür haben sie gekämpft und wovon haben sie geträumt?
Was verbindet uns heute mit Ihnen?
Was trennt uns voneinander? Trennt uns überhaupt etwas
außer der Zeit, die zwischen uns liegt?
Die
Antworten, die die Frauen des Frauenforums fanden, „helfen
uns zu begreifen, dass wir so wie wir sind, nicht immer waren
und auch nicht immer sein werden, dass die Lebensverhältnisse
und die Lebensweise sich immer verändert haben und verändern
werde, dass wir Einfluss auf den Gang der Dinge haben –
auch dann und dadurch, dass wir uns nicht einmischen. Wer
die Geschichte ohne Frauen erzählt, raubt nicht nur Frauen
ihre geschichtlich gewordene Identität, er erzählt
auch über Männer und insgesamt nur die halbe Wahrheit.“
Quelle: Zwischen Tradition und Aufbruch,
Pandion Verlag
Die Spurensuche des Frauenforums
hat auch mich neugierig gemacht. In meiner Ausbildung zur
Gästeführerin für die Frauengeschichte des
Hunsrücks beschäftige ich mich mit viel Freude mit
den Frauen aus der Vergangenheit.
Frauenhistorische Führungen
erzählen nun „her-story“ und ich lade Sie
ein, mit mir Frauenspuren im Hunsrück zu folgen. Begegnen
Sie Frauen wie Nanny Lambrecht, Loretta von Sponheim und vielen
anderen, deren Leben bewegt war, durch die Zeit in der sie
lebten .Hören Sie, was diese uns auch heute noch zu sagen
haben.
Genaue Termine finden sie demnächst auf dieser Seite.
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